Eine Methode, die heute schon vereinzelt angewendet wird, ist das Injizieren einer speziellen Entfernungsflüssigkeit in die tätowierten Hautpartien.

Die Zukunft der Tattoo-Entfernung

Obwohl die Technik - insbesondere im Bereich der Tattoo-Entfernung mittels Laser - in den letzten Jahren schon sehr weit fortgeschritten ist, bleibt auch diese Methode ein medizinischer Eingriff, der mit den entsprechenden Risiken und Nebenwirkungen verbunden ist. Für die Zukunft forschen Experten daher an einer sanfteren, schnelleren und günstigeren Methode, um Tätowierungen rückstandslos zu entfernen.

Eine Methode, die heute schon vereinzelt angewendet wird, ist das Injizieren einer speziellen Entfernungsflüssigkeit in die tätowierten Hautpartien. Anders als beim chemischen Peeling werden hierbei keine Hautschichten verletzt oder entfernt, sondern die Flüssigkeit wird lediglich in die betroffene Hautpartie eingebracht. Anschließend soll diese die Farbpigmente umschließen und mit der Lymphflüssigkeit und dem Blut des Körpers abtransportieren. Bereits weit fortgeschritten ist in diesem Bereich die so genannte „Oxford Skin Methode“, welche genau mit einer solchen Flüssigkeit - in diesem Fall „Kataderm“ genannt - funktioniert.

Der Vorteil bei dieser Methode ist, dass keinerlei Narbenbildung entsteht und der Betroffene auch keine Schmerzen befürchten muss. Der Abtransport der einzelnen Farbpigmente vollzieht sich dabei in der Regel auch wesentlich schneller als bei anderen Methoden ähnlicher Art. Zudem spielt es hierbei keine Rolle, welche Farben für die Tätowierung verwendet wurden.

Auch in anderen Bereichen bleibt die Entwicklung nicht stehen. So werden mittlerweile immer neue Laserverfahren entwickelt, die extrem kurze Lichtblitze erzeugen und somit die Farbpigmente unter der Haut noch schonender zerstören. Ein großer Fortschritt lässt sich hierbei bereits in den letzten Jahren erkennen. Die noch bis vor einigen Jahren häufig verwendeten CO2-Laser werden heute nach und nach durch modernere Laserverfahren ersetzt. Der Grund: Beim CO2-Laser sind die einzelnen Lichtblitze um ein Vielfaches länger, als z. B. beim moderneren Rubin-Laser. Je länger aber die Lichtblitze ausfallen, desto schmerzhafter ist die Behandlung und desto größer ist die Gefahr der Narbenbildung beziehungsweise einer Hautreizung.

Weitere Versuche wurden in den letzten Jahren häufig mit Farben unternommen, die sich nach einiger Zeit selbst auflösen sollen. Diese waren allerdings wenig erfolgreich, da die einzelnen Hautpartien generell ganz unterschiedliche Voraussetzungen und Eigenschaften aufweisen, die dafür sorgen, dass ein solches Tattoo nach einigen Jahren nur teilweise verblasst, einige Partien beziehungsweise Farben jedoch noch viel länger bestehen bleiben. Ein solch uneinheitliches Bild möchte sicherlich niemand auf seiner Haut sehen.