Relativ neu ist die Methode, Tätowierungen mittels eines Wasserstrahls zu entfernen. Was sich hier so einfach anhört, ist jedoch ein hochkompliziertes Verfahren, mit dem außerdem erst wenige Experten weltweit arbeiten.

Waterjet-Cutting

Relativ neu ist die Methode, Tätowierungen mittels eines Wasserstrahls zu entfernen. Was sich hier so einfach anhört, ist jedoch ein hochkompliziertes Verfahren, mit dem außerdem erst wenige Experten weltweit arbeiten. Es handelt sich hierbei - ähnlich wie bei einem Laserstrahl in Form von Licht - um einen sehr stark konzentrierten Wasserstrahl, mit dem die Haut aufgeschnitten werden kann. Der Strahl ist so fein, dass man ihn perfekt dosieren kann, um ausschließlich die Hautschichten aufzuschneiden, welche für die Entfernung der Tätowierung notwendig sind.

Anschließend liegen die Farbpigmente frei und können, ebenfalls mit dem besagten Wasserstrahl, aus der Haut herausgespült werden. Es muss jedoch klar sein, dass es sich auch bei dieser Methode um einen komplexen medizinischen Eingriff handelt, der in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt werden muss. Der einzige Vorteil gegenüber der chirurgischen Entfernung der kompletten Hautpartien, auf denen sich das Tattoo befindet, ist, dass mit dem Wasserstrahl lediglich die Hautschichten aufgeschnitten werden, die sich über der farbtragenden Hautschicht der Tätowierung befinden. Die umliegende Haut muss also in der Regel nicht gedehnt oder durch Implantate ersetzt werden, sondern die durch den Wasserstrahl abgetrennten Hautschichten ersetzen sich mit der Zeit selbst. Die Narbenbildung kann daher auf ein Minimum reduziert werden.