Inzwischen gibt es immer mehr Menschen wie Sina. Sie lassen sich ein Tattoo aus einer Laune heraus stechen und bereuen es hinterher bitter.

Tattoos entfernen

„Es war eine Schnapsidee“, meint Sina B. heute. Die 25-Jährige hatte sich vier Jahren bei einem Ibiza-Urlaub mit reichlich Alkohol im Blut und aus einer Laune heraus ein auffälliges Tattoo auf Rücken und Schulter stechen lassen. Anfangs gefiel das Kunstwerk noch, obwohl der Tätowierer keine wirklich hochqualitative Arbeit abgeliefert hatte. Immerhin war die Tätowierung um einiges günstiger als hier in Deutschland.

Mittlerweile haben sich die Umstände allerdings grundlegend geändert. Sina hat inzwischen ihre Ausbildung bei einer renommierten Hotelkette abgeschlossen und arbeitet im Service. Das Problem dabei: Im Sommer kann die junge Frau keine schulterfreie Kleidung tragen, da das Tattoo ansonsten sehr deutlich hervorsticht und dies von der Hotelleitung nicht gewünscht ist.

Inzwischen gibt es immer mehr Menschen wie Sina. Sie lassen sich ein Tattoo aus einer Laune heraus stechen und bereuen es hinterher bitter. Seit Jahren greift der Tattoo-Trend um sich und die Zahl der tätowierten Menschen in Deutschland steigt kontinuierlich an. Doch irgendwann wird dieser Trend wieder abnehmen und die Anzahl der mit ihrem Tattoo unzufriedenen Menschen wird ebenfalls stark ansteigen. Schon heute lässt sich diese Entwicklung beobachten. Hinzu kommt, dass auch bei den Tattoos selbst neue Trends kommen und wieder gehen, so dass auch Menschen, die grundsätzlich nichts gegen Tattoos haben, nach einiger Zeit ein bestimmtes Motiv gerne wieder entfernt haben möchten.

Um diesem erhöhten Bedarf gerecht zu werden, entwickelte man den letzten Jahren verschiedenste Methoden zum nachträglichen Entfernen von Tätowierungen. Auch in diesem Bereich schreitet die Entwicklung immer noch voran, so dass für die nächsten Jahre nochmals ein großer Fortschritt zu erwarten sein dürfte.

Methoden der Tattoo-Entfernung